Kabul-Köln: Wenn Heimkehr zur Odyssee wird

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Bei strahlend blauem Himmel gilt die Transall als zuverlässig. Doch bei heftigem Regelwetter ist die Hercules (im Hintergrund) besser ausgerüstet. Foto: Peter Lausmann

Die Familien warten, doch die Soldaten kommen nicht: Nach mehr als vier Monaten gefährlichem Einsatz in Afghanistan sollte es für zahlreiche Bundeswehrsoldaten, darunter mehrere Rheinland-Pfälzer, endlich wieder nach Hause gehen – doch die Heimreise nach Deutschland geriet zur Odyssee. Falsche Planung, mangelhafte Technik und am Ende auch noch viel Pech. Eine Chronologie:

Montag, 2. August, Kabul: Wenn Soldaten gefragt werden, wie lange ihr Einsatz noch dauert, heißt es immer „X Tage und ein Frühstück“. Heute steht das ersehnte Frühstück endlich auf dem Tisch, die letzte Mahlzeit im Einsatz. Die Rucksäcke und Taschen der Soldaten sind gepackt. Im Laufe des Tages soll es mit einer britischen Patrouille zum Kabuler Flughafen gehen, Dienstag im Morgengrauen dann mit der ersten Maschine Richtung Norden. Der Beginn der Heimreise, die am Mittwochabend auf dem Flughafen Köln-Wahn in den Armen der Familie enden soll.

Doch kurz vor dem Aufbruch werden die Soldaten zurückgepfiffen. „Offenbar hat der Flugplaner vergessen, uns auf das Transall-Flugzeug nach Masar-i-Scharif zu buchen“, berichtet ein Betroffener im Gespräch mit unserer Zeitung. Oder zivil ausgedrückt: keine Boarding-Card, also auch kein Mitflug am Dienstagmorgen.

Dienstag, 3. August, Kabul: Der Fehler ist behoben. Laut Plan sollen die Soldaten nun am Mittwochmorgen die Transall von Kabul nach Masar-i-Scharif nehmen und von dort direkt weiter zum deutschen Stützpunkt im usbekischen Termez, wo der Airbus nach Köln wartet. Doch am Nachmittag beginnt es in Kabul zu regnen. „Kein gutes Zeichen“, schreibt ein Soldat per E-Mail an seine Frau.

Mittwoch, 4. August, Kabul: Er behält recht. Aus dem Regen wird im Kabuler Kessel ein Unwetter. Die zweimotorige Transall kommt zwar, der Pilot entscheidet aber nach mehrmaligem Kreisen, dass eine Landung zu gefährlich ist. Der Propellerflieger der deutschen Luftwaffe ist bei der Landung auf Sichtflug angewiesen. Die Stimmung der wartenden Soldaten ist auf dem Nullpunkt. Erst am Nachmittag landet eine viermotorige Hercules der Kanadier, die die Deutschen aufsammelt. Doch: Zeitgleich mit der Hercules in Kabul hebt in Termez auch der ersehnte Airbus nach Köln ab.

Donnerstag, 5. August, Masar-i-Scharif: Der Truppenairbus kommt zweimal in der Woche nach Termez. Eigentlich wollten die Bundeswehrsoldaten an diesem Morgen zu Hause aufwachen – stattdessen wird gewartet.

Samstag, 7. August, Termez: Am Morgen hat die Transall die Soldaten pünktlich von Masar-i-Scharif nach Termez gebracht. Der Airbus steht bereits auf dem Rollfeld. „Endlich“, denken die meisten in der Gruppe, die mittlerweile auf mehr als 70 Personen angewachsen ist – darunter auch Amerikaner und Belgier. Doch das Boarding verzögert sich. Wenig später heißt es: Der Airbus ist defekt, heute wird er nicht mehr starten.

Sonntag, 8. August, Termez: Mittlerweile ist klar, dass die Bremsen schuld sind, wie mir auch das Verteidigungsministerium bestätigt. Während sich die Soldaten in dem kleinen Lager die Zeit vertreiben, wartet man auf die Entscheidung des Einsatzführungskommandos, ob Techniker und Ersatzteile eingeflogen werden. Über die Diensttelefone werden die Familien in Deutschland täglich über die erneuten Verzögerungen informiert.

Montag, 9. August, Termez: Gegen Mittag kommt Hoffnung auf: Techniker und Ersatzteile sind eingetroffen. Man hält sich zum Boarding bereit, doch das wird immer wieder nach hinten verschoben. Kurz nach 18 Uhr hebt der Airbus dann doch ab, um gegen 22 Uhr Ortszeit in Köln zu landen.

Auf Nachfrage bestätigt das Verteidigungsministerium die Verzögerungen, betont aber, dass die Soldaten und deren Familien jederzeit umfassend informiert waren. Zudem sei alles getan worden, um die Wartezeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Zwar habe es auch in der Vergangenheit vereinzelt Probleme gegeben, diese seien aber nicht strukturell bedingt: „Im März war einmal Vogelschlag der Grund und danach die Wolke aus Vulkanasche.“

Jedoch kommt es laut Einsatzsoldaten immer wieder zu Verzögerungen bei Heimreisen. Meist seien sie wetterbedingt, oft allerdings auch durch mangelnde Kapazitäten und überbordende Bürokratie verursacht. So berichtet ein Bundeswehrsoldat, der einem Nato-Dienstposten zugeteilt war, dass er gegenüber Bundeswehr-Dienstposten nachrangig auf den Airbus gebucht wurde. Konsequenz: rund zehn Tage Warten.

Licht am Ende des Isaf-Tunnels – kommt der Abzug bis 2014?

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Afghanistan, seine Provinzen und die Nato-Aufteilung (Zweimal auf die Karte klicken, um sie zu vergrößern) Quelle: Isaf

Hoffnung, aber auch Skepsis. Auf jeden Fall eine Menge von beidem. Das lösen die Zahlen für ein mögliches Ende des Afghanistaneinsatzes aus. Durchgesickert sind sie beim englischen „Independent“ („Exclusive: Official – Troops out of Afghanistan by 2014″), der ein Schreiben hat, das der Uno-Sondergesandte für Afghanistan, Staffan de Mistura, an westliche Diplomaten geschickt hatte. Danach soll die afghanische Armee die Kontrolle aller Provinzen bis 2014 übernehmen. Es wäre das Licht am Ende des Tunnels in einem Einsatz, der in diesem Monat so viele Nato-Soldaten wie noch nie seit 2001 das Leben gekostet hat und dessen ohnehin mäßiger Rückhalt in den Einsatzländern weiter schwindet.

Noch in diesem Jahr sollen die ersten Provinzen übergeben werden. Die Bundeswehr will ihre erste 2011 an die Afghanische Nationalarmee (ANA) übertragen. Es wäre ein deutliches Zeichen, dass es voran geht in einem Einsatz, der fast ein Jahrzehnt läuft. Deutsche Politiker wie Militärs sprechen immer wieder davon, dass letztlich nur ein Zehntel der Provinzen wirklich als „Unruheregion“ zu bezeichnen sind. In wie weit dies nur der Theorie oder auch der Praxis entspricht, wird sich bald zeigen. Doch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat vor wenigen Tagen im Gespräch jedenfalls klargemacht, dass nur übergeben wird, wenn es die Sicherheitslage auch wirklich zulässt. „Auf Symbolik dürfen wir nicht bauen.“

Der ehrgeizige Plan, der am Dienstag auf der Afghanistankonferenz in Kabul vorgestellt werden soll, bedeutet aber auch: Bis dahin müssen die Nato-Staaten ihren Einsatz verstärken und auch mehr Geld muss fließen, damit Ausbildungs- und Reintegrationsprogramme auch wirklich greifen. Das Partnering-Programm, das in diesen Tagen anläuft, wird im Zweifel mehr Opfer – konkret: Menschenleben – kosten. Alternativen sind allerdings kaum vorhanden. Entscheidend ist letztlich, dass es eine klare Perspektive für den Abzug gibt. Die Briten beispielsweise wollen bis 2014 komplett abgezogen sein. Die Bundeswehr – beziehungsweise ihr Auftraggeber, der Bundestag – sollte das gleiche Ziel haben. Es wird hoffentlich ein Ende ohne allzugroßen Schrecken, als der Schrecken ohne Ende zu bleiben.

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Männer wie dieser ANA-Oberstleutnant sollen ab 2014 ihr Land eigenständig gegen innere und äußere Feinde verteidigen. Foto: Lausmann

Entscheidend bei diesem Plan bleibt aber leider auch, in welchem Maß Afghanistans umstrittener Präsident Hamid Karsai Korruption sowie Drogenhandel und-konsum bekämpft. Noch viel stärker als vor einigen Jahren muss man an seinen Absichten zweifeln. Dass es bereits wenige Tage nach Ankunft des neuen Isaf-Kommandeurs, David Petraeus, zu Spannungen kam, verstärkt dieses ungute Gefühl nur noch zusätzlich.

Die Afghanistankonferenz muss deshalb auch erneut dazu dienen, realistische Ziele zu definieren. „Ohne Denkverbote“, wie es derzeit  in BMVG und Kanzleramt immer wieder so schön heißt. Vielleicht kommt man dabei auch zu dem Schluss, dass ein „verantwortungsbewusster Egoismus“ das Gebot der Stunde ist. Der definiert sich so: Kein überhasteter Abzug, der alles einreißt. Aber zugleich ein viel kleinerer gemeinsamer Nenner beim Ziel der Sicherheit. Man hat Jahre gebraucht, um anzuerkennen, dass aus Afghanistan keine Demokratie nach westlichem Vorbild wird. Nun sollte man sich schneller eingestehen, dass es auch keinen starken Zentralstaat geben wird, der rechtsstaatlich von Kabul aus regiert.

Was denkt Ahmad Normalafghane wirklich?

Undurchdinglich Miene. Foto: Peter Lausmann

Die Stämme in Afghanistan gehören nicht gerade zu den geschwätzigsten Völkern der Welt. Jahrzehnte Krieg und Leid haben die Menschen vorsichtig und schweigsam gemacht. Was sie wirklich fühlen oder denken verstecken sie meist hinter ernster, würdiger Miene. Empfänge oder einfach Treffen sind durch das heilige Gebot der Gastfreundschaft meist so ritualisiert, dass es sehr lange – teilweise Stunden – dauern kann, bis das Gespräch die erhoffte Wendung nimmt oder eine Frage beantwortet wird. Kurzum: Es ist nur sehr schwer, zu erfahren, was Paschtunen, Tadschiken, Usbeken, Hazara und die vielen anderen Stämme am Hindukusch wirklich denken. Die WDR, die britische BBC und der US-Sender ABC unternehmen dennoch immer wieder den Versuch, repräsentative Zahlen über die Stimmung in Afghanistan und die Sorgen und Hoffnungen der Menschen dort zu erfahren. In ihrem Auftrag sind nun neue Statistiken erhoben und veröffentlicht worden: Vor allem für die Deutschen zeichnen sie ein durchwachsenes Bild von der Entwicklung im vergangenen Jahr.

Grundsätzlich positiv ist, dass der Optimismus landesweit offenbar einen gehörigen Sprung nach oben gemacht hat: Für 70 Prozent der Befragten bewegt sich Afghanistan in die richtige Richtung – vor einem Jahr waren es nur 40 Prozent. Das ist auch insofern bemerkenswert, da immerhin zwei von drei Afghanen bemängeln, dass die Aufbauhilfe gar nicht bei ihnen ankommt.

Auch innenpolitisch scheint der Trend erfreulich und ist doch auf den zweiten Blick verwirrend: So wächst die Stimmung für Staatspräsident Hamid Karsai von 52 auf 72 Prozent Zustimmung, was zunächst auf Stabilität hindeuten würde, hätte sich nicht ausgerechnet Karsai in der Spanne zwischen beiden Umfragen das Amt durch massive Wahlfälschung gesichert. Nimmt man nun auch noch hinzu, dass 76 Prozent der Afghanen – und damit 13 Prozent mehr – die Korruption als ein sehr ernstes Übel ihres Staates ansehen, ist der Konfusion perfekt. Ist es nicht gerade Karsai, der wegen Korruption und familiärer Verstrickung in den Drogenhandel so massiv in der Kritik steht? Offenbar ist es wohl die Sehnsucht nach einer klaren Führungspersönlichkeit, die generelle Kritik nicht in direkten Zusammenhang mit der Person Karsais bringt.

Sicherheitspolitisch sehen die meisten Afghanen die Taliban auf dem Rückzug. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren sind mehr Afghanen der Ansicht, dass die Taliban schwächer (40%) als stärker (30%) werden werden. Im vergangenen Jahr, war es noch genau umgekehrt. Zugleich ist für zwei von drei Afghanen klar, dass die Taliban für die Gewalt im Land verantwortlich sind.

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Beim Brotkauf auf dem Markt diskutieren die Männer, wohin es mit Afghanistan gehen soll. Foto: dpa

Und die Bundeswehr? Ist mit 58 Prozent Sympathien immer noch „beliebteste westliche Streitmacht“. Nett, aber zu kurz gesprungen. Denn auf der anderen Seite ist der Zuspruch für das deutsche Engagement drastisch eingebrochen. „Wie bewerten Sie die Rolle der Deutschen in Afghanistan?“ Ergebnis: 31 Prozent bewerten sie positiv – allerdings sind das satte 11 Prozent weniger als zuletzt und 41 Prozent (+6) sind neutral. Doch entscheidend ist: Die Ablehnung hat sich fast verdoppelt – von 11 auf 19 Prozent. Das war nach dem Luftangriff von Kundus Anfang September erwartet worden. Hat der Luftangriff die Bundeswehr also zwangläufig Rückhalt gekostet?

Das lässt sich so einfach nicht aus den Zahlen ableiten. So äußerten sich nach dem Angriff viele Dorfälteste in der Region Kundus sehr positiv. Sie hatten schon lange gefordert, dass auch die Bundeswehr massiv gegen die Aufständischen vorgeht. Zugleich weckt eine andere Entwicklung Zweifel: Zwar lehnen laut Umfragen weiterhin zwei Drittel aller Afghanen Luftangriff ab, doch hat sich die Balance zwischen Befürwortern (27 Prozent/+9) und Ablehnenden (66Prozent/-11) entgegen der Erwartung entwickelt.

Was bleibt also, wenn sich der Rauch nach der Zahlenschlacht verflüchtigt hat? Die bereits bekannte Erkenntnis: Afghanistan ist ein Land der Widersprüche und vorn Dorf zu Dorf verschieden. Die Bundeswehr vor Ort wird die Umfragewerte zwar zur Kenntnis nehmen, doch eine Hilfe sind sie im Alltag nicht. Letztlich ist der persönliche Kontakt zu den Dorfältesten durch nichts zu ersetzen.

Chancen sind da – Klotzen für Afghanistan

Winfried Nachtwei. Foto: nachtwei.de

Es ist schade, bereits im zweiten Blogbeitrag von Abschied reden zu müssen. Sicherlich wird es aber nur ein formeller sein. Es dreht sich um Winfried Nachtwei, streitbarer Grünen-MdB und einer der Sicherheitspolitiker, die über alle Parteigrenzen hinaus hohes Ansehen genießen. Nach 15 Jahren scheidet er nun aus dem Parlament aus – auf eigenen Wunsch. Und fast immer verbinden sich die Grüße an ihn mit der Hoffnung, dass er nicht ganz abtaucht. „Winfried Nachtwei von den Grünen war nicht nur einer der beschlagensten Verteidigungspolitiker, sondern mit weitem Abstand der fleißigste…“, schreibt der geschätzte Focus-Kollege Thomas Wiegold in seinem Blog – und er muss es als fachkundiger Weggefährte Nachtweis wissen.

Bevor der streitbare Grüne sein Berliner Büro räumt, ist er aber nochmal in Afghanistan unterwegs gewesen. Rund 40 Treffen und Gespräch bei Besuchen in Kabul, Mazar-e Sharif und Faizabad – ein Menge Holz. Aber es ist auch viel dabei herumgekommen, wie der Reisebericht beweist. Sein Fazit: „Die immer noch vorhandenen Chancen dürfen nicht auch noch verspielt werden. Das wird besonders deutlich angesichts des Strategiewandels und der gigantischen Kraftanstrengung der USA. Angesagt ist intelligentes Klotzen statt Kleckern!“ Es gebe weitaus mehr positive Chancen, als hier wahrgenommen wird.

Vor dem Hintergrund der Truppenaufstockungen der Amerikaner ist vor allem seine Betrachtung des US-Strategiewechsels: „Enorm seien die Veränderungen und Anstrengungen auf US-Seite. Ganz anders sei der Führungsstil des neuen ISAF-Kommandeurs General McChrystal: Bei den täglichen Morgenlagen im ISAF-Hauptquartier würden die Afghanen in „atemberaubender“ Weise und Offenheit einbezogen. Der US-General habe ständig die komplexen Wirkzusammenhänge im Kopf (Schaubild „Afghanistan – der gordische Knoten“, auch „Spagetti-Schüssel“ genannt), insistiere auf Schutz und Zuspruch der Zivilbevölkerung als dem Dreh- und Angelpunkt. „Wir wollen nicht nur siegen, sondern auch den Frieden gewinnen.“ Seine Lageeinschätzung sei aber viel skeptischer als die seines Vorgängers. Im nächsten Jahr müsse die Trendwende geschafft werden. Die USA seien jetzt pragmatischer, offener, eher zu Korrekturen bereit. Sie seien enorm unter Druck, Geld sinnvoll auszugeben. Die US-Kräfte im Norden werden dem Kommandeur des RC North unterstellt. (Das gilt nicht für OEF-Kräfte, zu denen ich frage und Schweigsamkeit ernte.)“

Satte 19 Seiten berichtet Nachtwei realitätsnäher als die meisten offiziellen Lageberichte. Sein Traktat liegt derzeit auf den Schreibtischen vieler Bundeswehr-Kommandeure. Zumal es der scheidende Bundestagsabgeordnete nicht bei Beschreibungen belässt. Seine Schlussfolgerungen – klar gegliedert und jede taktische Relativierung – machen klare Prognosen und Lösungsvorschläge. Einige Beispiele:

– „Ein Sofortabzug von Bundeswehr und anderen ISAF-Truppen hätte nicht – wie von manchen versprochen – ein weniger an Gewalt und Krieg zur Folge, sondern eine enorme Gewalteskalation sowie einen Destabilisierungsschub für die sowieso schon wankende Atommacht Pakistan. Erwartet wird dann eine schnelle Talibanmachtübernahme im Süden und Osten und ein Rückfall in die frühen 90er Jahre, d.h. Kampf der Warlords und Milizen in anderen Landesteilen. Ein Sofortabzug würde einhergehen mit einem Massenabzug von Entwicklungshelfern, von Beratern für den Polizei- und Armeeaufbau. Verbleibende kleinere Hilfsorganisationen und NGO`s könnten das nicht ausgleichen.“

– „Zu den dringend notwendigen Ressourcen gehört eine personelle Stärkung der dt. Botschaft und ihrer Außenvertretungen im Norden. Mit ganzen drei Referenten des Höheren Dienstes in der Botschaft ist die lt. Ressortzuständigkeit beanspruchte Federführung des AA für den ganzen AFG-Einsatz nicht realisierbar. (Die brit.Botschaft mit ihren ca. 800 Angehörigen hat allein 3 Referenten für afg. Innenpolitik!)“

Der komplette Bericht ist übrigens auf Nachtweis Internet Seite nachzulesen oder als pdf-Datei herunterladbar. Es lohnt sich.