Wie der Einsatz in Char Darrah aussieht

Drei Soldaten gefallen, mehrere schwer verletzt: Der Karfreitag ist ein schwarzer Tag für die Bundeswehr, aber vor allem für die Familien der Betroffenen. Sie brauchen jetzt jede Unterstützung, um damit fertig zu werden. Aber auch bei den Angehörigen derer, die derzeit in Afghanistan Dienst tun, werden die Todesfälle die ständige Angst noch verstärkt haben. Genauso wird es den Familien der irrtümlich getöteten afghanischen Soldaten gehen.

Doch beide Fälle müssen erst untersucht werden. Aus Respekt vor den Toten und Rücksichtnahme auf die Angehörigen will ich an dieser Stelle weder bewerten noch spekulieren. Auch die politische Debatte soll an dieser Stelle nicht einfach über die persönlichen Schicksale gelegt werden, um diese zu überdecken.

Die verletzten Soldaten sind mittlerweile auf dem Weg ins Koblenzer Bundeswehrzentralkrankenhaus (BWZK).

Um allerdings die Rahmenbedingungen der Kämpfe in der gefährlichen Provinz Char Darrah (bei den vielen verschiedenen Schreibweisen haben ich mich für die Einheitlichkeit entschieden) etwas deutlicher zu machen, will ich auf das unten angehängte Video verweisen. Die Kämpfe am Karfreitag waren sicher um ein Vielfaches schwerer als in dem Video, doch geben die Bilder einen Eindruck von der Unübersichtlichkeit des Geländes und der vielen Rückzugsmöglichkeiten für die Aufständischen. Im Afghanistanblog von Boris Barschow findet sich zudem ein weiteres Video, dass eine Fußpatrouille in der Region zeigt.

Hintergrund: Beide Filme wurden von einem sogenannten EKT gedreht. Dieser „Einsatz-Kamera-Trupp“ gehört zur Operativen Information – einer Medienfachgruppe der Streitkräftebasis, die in Mayen und Koblenz stationiert ist. Das EKT begleitet die Bundeswehr in Einsatzgebieten, um Material für eine bessere Lagebeurteilung zu sammeln, aber ebenso, um den Einsatz für die Öffentlichkeit zu dokumentieren.