Dienstfahrt mit dem „Erdbeerkörbchen“

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Wenn man die Wahl hat, eine Patrouille in Nordafghanistan mit dem "Fennek"... Fotos: dpa

Zu wenig Kampf und Transporthelikopter, zu wenige gepanzerte Fahrzeuge, zu wenig Ausbildung: Nach dem Tod dreier deutscher Soldaten nahe Kundus diskutiert die Politik erneut eine Mängelliste des Afghanistaneinsatzes. „Die Soldaten haben mich darauf hingewiesen, dass es Defizite bei der Ausbildung gibt“, erklärte der scheidende Wehrbeauftragte Reinhold Robbe (SPD), der die Seedorfer Fallschirmjäger aus deren Einheit die Gefallenen stammen verabschiedet hatte. Sie hätten nicht ausreichend gepanzerte Fahrzeuge vom Typ „Dingo“ und „Fennek“ zur Vorbereitung gehabt. „Da werden beispielsweise Kraftfahrer in den Einsatz geschickt, die erst im Einsatzland richtig an den Fahrzeugen ausgebildet werden.“ Zugleich wurden Stimmen aus Koalition und Opposition laut, die fordern, die Lage in Afghanistan nicht länger zu beschönigen. An sich eine Selbstverständlichkeit – doch seit Jahren offenbar ein großes Problem der Politik und damit des Auftraggebers der Streitkräfte.

Auch wenn das Thema erst nach dem Tod der drei Soldaten öffentlich Beachtung findet bekannt sind die Defizite seit Jahren: „Nach wie vor fehlt es für die Einsatzvorausbildung an einer ausreichenden Zahl von Fahrzeugen des Typs Dingo“, heißt es im Bericht des Wehrbeauftragten für 2009. Ausbildung „war infolgedessen nur eingeschränkt möglich“. Auch im Jahr davor findet sich eine fast identische Passage im Bericht: „Wie bereits in den vergangenen Jahren litt auch in diesem Berichtsjahr die Einsatz vorbereitende Kraftfahrausbildung darunter, dass nicht genügend geschützte Fahrzeuge für die Ausbildung zur Verfügung standen.“ Beide Male schließt das Kapitel „2.1 Einsatzvorbereitung“ mit dem Fazit: „Derartige Ausbildungsdefizite sind aus meiner Sicht nicht hinnehmbar.“ Doch geändert hat sich kaum etwas, obwohl der Bericht für jeden Bürger frei zugänglich ist und auch unsere Zeitung mehrfach darüber berichtete.

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...oder mit dem "Wolf" zu fahren, sollte die Entscheidung nicht schwer fallen. Doch oft haben die Bundeswehrsoldaten gar keine Wahl, weil die Fahrzeuge entweder nicht vorhanden sind oder weil sie keine Ausbildung auf dem jeweiligen Typ haben.

Hinzu kommt, dass aufgrund der geringen Zahlen gar nicht alle Einheiten, die nach Afghanistan geschickt werden, auf den gepanzerten Fahrzeugen „Dingo“ und „Fennek“ ausgebildet werden. „Wir standen gar nicht auf der Liste mit der Zugangsberechtigung“, erklärte ein Truppenführer nach seinem Einsatz im Gespräch mit unserer Zeitung. Ohne Ausbildung auf diesen beiden Typen blieben für Einsätze außerhalb des Feldlagers nur noch die „Erdbeerkörbchen“ so nennen Soldaten die ungepanzerten Geländewagen vom Typ „Wolf“ wegen ihres Überrollbügels.

Ähnlich verhält es sich beim Dauerthema Helikopter: So betonte SPDVerteidigungsexperte Rainer Arnold, er fordere seit Längerem Kampfhubschrauber. Zugleich verweist er darauf, dass sich die Lage in Kundus durch die Aufrüstung der Amerikaner in Nordafghanistan bald verbessern werde. Eigenständigkeit bei der Unterstützung aus der Luft wird dadurch aber nicht erreicht. Vielmehr erntet die Politik nun die Ergebnisse der zahlreichen Kompromisse, die in den vergangenen Jahren mit den europäischen Herstellern ausgehandelt wurden. So bemängeln Kritiker, dass der bestellte Hubschrauber „Tiger“ im staubigen Gebirge Afghanistans nicht zuverlässig funktionieren könnte. Der Transporthelikopter „NH90″ wird gerade erst nach jahrelanger Verspätung in kleinen Stückzahlen ausgeliefert. Und auch beim Transporter A400M ist noch unklar, wann er die alten TransallFlugzeuge ablösen wird.

Es wird sich also zeigen, ob der nun von allen Seiten geforderte Realitätssinn sich letztlich auch in der Ausstattung und Ausbildung der Streitkräfte widerspiegelt. Spätestens bei den nächsten Haushaltsberatungen, denn die meisten aktuellen Rüstungsprojekte leiden vor allem unter einem Problem: der Finanzierung. Somit drohen den Streitkräften erneut Abstriche bei Menge und Qualität der fest zugesagten Ausrüstung.

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25 Gedanken zu “Dienstfahrt mit dem „Erdbeerkörbchen“

  • 12. April 2010 um 12:13
    Permalink

    @politisch inkorrekt
    Ein kleines Mißverständnis meinerseits. Ich hatte den Beitrag als Artikel betrachtet und die Kommentare als Beiträge.

    @Peter Lausmann
    Das Problem mit den Spezialisten liegt daran, dass sich deren Anzahl immer noch an der Struktur der Streitkräfte ausrichtet und nicht an dem tatsächlichen Bedarf durch die Einsätze. Die Umstände sind seit langem bekannt, aber hier zeigen sich die Zuständigen als äußerst unflexibel. Bürokratie pur.

  • 10. April 2010 um 08:44
    Permalink

    Ich möchte nur dezent darauf hinweisen, was Soldaten anderer Nationen im Einsatz „geboten“ wird. Freies Internet / Telefongespräche. Pro geleistetem Auslandseinsatztag entsprechende Verkürzung der Dienstzeit. Recreation-Areas innerhalb des Camps etc. Ein Soldat im Ausland hat sicherlich 24h Dienst, ist aber nicht 24h im Einsatz.
    Was wird zu Hause geboten: „Familienbetreuung“… toller Überbegriff für, sicherlich je nach Dienstort, schwankende Freizeitaktivitäten der zu Hause gebliebenen Familie.
    In den letzten 20 Jahren hat sich das Einsatzspektrum der Bundeswehr mehr als gravierend geändert. Abwesenheiten, Einsatzgebiete, Einsatzbedingungen, Rechtslage etc.
    Was hat ein Soldat im gegenzug dafür bekommen? u.a. Ausrüstung, die erst im Einsatzland auf endgültige Einsatzfähigkeit überprüft wird.
    Verantwortung wird mittlerweile auf niedrigste Dienstgrade übertragen, ein „Führen von oben“ bleibt mehr und mehr aus, genauso wie ein „breites Kreuz“ von Vorgesetzten. Hauptsache machen, egal, wie.
    Leidet ein Soldat am PTSD muss er einen Spießrutenlauf vollführen, damit diese Krankheit anerkannt wird. Kostet ja schließlich Geld bzw. die Anerkennung einer WDB.
    Aber über was reg ich mich nach fast 10 Jahren eigentlich auf? Darüber, das die Dinge, die 2001 angeprangert wurden 2010 immer noch vorherrschen?
    So lange von Knapp 3000 Soldaten mehr im Container hocken und sich selbst verwalten anstatt auf Patrouille zu sein kann es von der Politik nicht gewünscht sein, eine sicherheit für Deutschland am Hindukusch herbeiführen zu wollen. Wenn das denn notwendig / möglich ist. Da zählen wohl eher statistiken über Menschen im Auslandseinsatz als Effektivität.

  • 9. April 2010 um 19:38
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    @Peter (Sorry Beitrag gerade erst gesehen)
    Danke für die Weiterdrehe.
    Und ich möchte anschließen: Wenn die Obergrenze weiter ausgebaut wird, kommt schnell auch die Frage nach der durchschnittlichen Einsatzlänge auf. Schon jetzt sind einige Spezialisten 6, 8 oder 12 Monate im Einsatz statt der üblichen 4. Schon beim Partnering-Programm wird schnell klar, dass vier Monate definitiv zu wenig sind. Nur: Wie viel kann und wollen wir unseren Soldaten und ihren Familien zumuten? Ich halte die amerikanische Variante mit den langen Dienstzeiten auch nicht für sonderlich sinnvoll. Vor allem was die Reintegration nach der Rückkehr betrifft.

  • 9. April 2010 um 12:45
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    „die Autoren frei in ihrer Gestaltung. Jeder hat dabei eine andere Strategie. Einig sind wir uns darin, dass wir nicht zensieren wollen.“

    Und das finde ich beides sehr gut!!!

    Und man kann ja gelegentlich auch mal sinngemäß sagen „ist das nicht etwas zu aggressiv oder oder“ – da braucht man nicht gleich die Zensur!

    Wir konnten ja auch im mittlerweile abgelösten RZ-Forum sehen, wozu die radikalen Zensurmassnahmen des Herrn Magnus geführt haben….

    Mit der Hälfte der Blogger haben wir eine ausbaufähige Truppe. Aus meiner Sicht. Sicher sieht mancher die Hälfte etwas anders. Sodass letztlich nur 3 oder 4 Blogger hier „entbehrlich“ sind (die schreiben auch teilweise schon nicht mehr).

    Jetzt würd’s mich richtig reizen noch zwei oder drei „schwache“ Bloggern „anzusticheln“. Aber da ich hier nicht schlecht behandelt werde – möchte ich auch andere nicht schlecht behandeln.

    Ansonsten noch einen schönen weißen Sonntag. Nach dem grünen Donnerstag, dem blauen Montag, schwarzen Freitag ein Tag besonderer Freude: die Großfamilie trifft sich mal wieder!

  • 9. April 2010 um 12:20
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    @Stefan
    Zu 1: Thomas Wiegold (Redakteur beim Focus) ist praktisch der Nestor des sicherheitspolitischen Journalismus im Internet. Sein Blog „Augen geradeaus“ ist mir in vielen Punkten Anregung und Motivation. Leider ist seine Seite vorübergehend eingestellt. es dürfte wenige Kollegen geben, die so gut informiert und vernetzt sind wie er.

    Zu 2: Ebenso wie die Kommentatoren sind auch die Autoren frei in ihrer Gestaltung. Jeder hat dabei eine andere Strategie. Einig sind wir uns darin, dass wir nicht zensieren wollen.

  • 9. April 2010 um 12:14
    Permalink

    1. Wer ist Wiegold?

    2. Den einzelnen Foren eine gewisse Richtung geben – wäre Aufgabe des jeweiligen Blogerstellers.
    Da ist in der Tat in diesem Blogforum der RZ ein Defizit.
    Auch schon bei den Blogtexten selbst – die ja auch oft ein Sammelsurium sind.
    Nicht unbedingt bei Herrn Lausmann; oder Herrn Türk und einigen anderen. Aber bei vielen anderen schon! Ich will da jetzt keinen „niedermachen“, bin ja selbst nicht perfekt.
    Aber nur mal so gesagt: was sollen die vielen Korrespondentenblogs ohne Rückmeldung!
    Wäre m.E. kein Problem, auf eine vom Thema wegführende Antwort eines Users z.B. so zu antworten: „Sie sprechen da Dinge an, die ein anderes Thema für ein künftiges Blog sind. Bleiben wir konkret: was haben Sie für oder gegen XXXX zu sagen“.

    3. PI (Herr Fey?) – Sie können hier ruhig auch etwas „mitordnen“!

    Gruß Stefan

  • 9. April 2010 um 11:16
    Permalink

    Das war keine Kritik an ihren Beiträgen. Die sind wirklich gut. Ich schrieb:“Ihre Beiträge werden durch mangelhafte Kommentare nutzlos und unbrauchbar.“

    Nicht die Beiträge sind das Problem sondern die Kommentare. Da bedarf einer gewissen Hygiene. Wiegold hatte das mit gelegentlichen Ordnungsrufen und der Aufforderung zum Beleg von Behauptungen ganz gut unter Kontrolle. Ganz ohne die Kommentare vorher freischalten zu müssen.

    Wer ALIAS Benutzernamen erlaubt, muss sie auch akzeptieren. Der Schuss geht ins Leere.

    pi

  • 9. April 2010 um 11:05
    Permalink

    Dem Kommentator pi möchte ich erst einmal beipflichten. Die Diskussion sollte sachlich bleiben.

    Richtig ist erst einmal, dass alles an den Finanzen hängt. Eine weitere Kürzung des Einzelplan 14 um grob 400 Mio lässt nichts Gutes für die Ausrüstung ahnen.

    Unabhängig davon waren die Verluste am Karfreitag völlig unabhängig von der Ausbildung und Ausrüstung. Trotz der angeblich so schlechten Ausbildung schlagen sich die Soldaten im Einsatz gut und auch erfolgreich. Gerade in den Bergen besteht in der Tat keine Auswahl an Fahrzeugen. Manche Strecken sind nur mit einem Wolf zu erreichen und eben nicht mit einem gepanzerten Fahrzeug. Wenn nicht wegen der Abmessungen, dann wahrscheinlich wegen dem Gewicht.
    Die Forderung nach einem Kampfhubschrauber ist reiner Populismus. Der Tiger ist noch kein ausgereiftes System und mit vielen Kinderkrankheiten behaftet. Ein Einsatz in AFG, wie er von den Franzosen betrieben wird, ist daher mit einer Reihe Unwägbarkeiten verbunden. Unabhängig davon sind Hubschrauber in den Bergen, nicht zuletzt wegen des Wetters, nur bedingt einsetzbar und kein Allerheilmittel.
    Bevor Politiker also irgendwelche Forderungen nach Ausrüstung stellen, muss die Mandatsobergrenze fallen. Derzeit muss für jedes neue System irgendetwas anderes abgezogen werden. Schon aus dieser Einschränkung heraus sind Erfolge nicht möglich. Schon der Einsatz einer einzigen Batterie Panzerhaubitze 2000 erfordert grob den Einsatz von zusätzlichen 300 Soldaten. Dazu gehört nämlich noch die ganze Logistik und Instandsetzung. Herr Arnold sollte also in seiner Fraktion erst einmal über zusätzliche Soldaten verhandeln, bevor er so mal eben Kampfhubschrauber fordert.

    Vielleicht sollte man auch langsam mal über die Taktik nachdenken. Auch deutsche Soldaten „kleben“ auffallend an ihren Fahrzeugen. Mit beweglichem Gefecht hat das nichts mehr zu tun.

  • 9. April 2010 um 11:02
    Permalink

    @Politisch inkorrekt
    Ich bedaure, dass Sie zu diesem Urteil kommen.
    Den Vorwurf der Niveaulsogikeit möchte ich für meine Artikel allerdings zurückweisen. Sie sind nach journalistischen Standards recherchiert und geschrieben. Jeder Fakt ist belegbar und mit Quelle versehen.

    Was die Beiträge der Leser betrifft, haben wir bei der Rhein-Zeitung das Prinzip, dass wir Lesermeinungen nicht zensieren. Auch mir gefällt nicht alles, was hier kommentiert wird. Allerdings vertrete ich den Grundsatz, dass jeder mit seinem Namen für seine Meinung stehen sollte. Ich mache das mit Gesicht und Klarnamen.

    Sollten Sie konkrete Kritik an meinen Artikeln haben, kann ich Sie nur herzlich einladen, Kontakt mit mir aufzunehmen.
    Ich rufe Sie auch gerne zurück. Peter.Lausmann@Rhein-Zeitung.net .

  • 9. April 2010 um 10:23
    Permalink

    @Lausmann

    Wissen sie was diesen Blog fehlt? Moderation und Niveau. Ihre Beiträge werden durch mangelhafte Kommentare nutzlos und unbrauchbar.

    Lächerliche Kabinettspersonalpolitik in einen Beitrag über Ausrüstung??? Somit locken sie keine neuen kompetenteren Kommentatoren an.

    Wer zulässt, dass Unsinn wie das Potsdamer Abkommen mit Bewaffnungsdetails des Tiger in Verbindung gebracht werden hat es nicht anders verdient als eine Randerscheinung der sicherheitspolitische Blogosphäre zu bleiben.

    pi

  • 8. April 2010 um 17:00
    Permalink

    Aber es ist auch immer wieder schön zu sehen, mit welch martialischen Sprüchen politiker auf Stimmenfang gehen (Kampfhubschrauber für Afghanistan) etc. Oh, ein Grund, warum der deutsche Tiger keine schwenkbare Bordkanone hat ist übrigens besagtes Potsdamer Abkommen, nur am Rande…
    Bin mal gespannt, was passieren würde, wenn man wirklich „schweres“ Kriegsgerät nach AFG schickt. Wahrscheinlich würden die US-Amerikaner, die ja andauernd mehr Engagement der Bundesregierung fordern, als erste auf das Abkommen verweisen und die BRD gen Den Haag zitieren.
    Aber was solls. Was tut man nicht alles für einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (Weltsicherheitsrat)…

  • 8. April 2010 um 15:44
    Permalink

    Danke, Lars, für diesen „überraschenden“ Hinweis!

    Also nicht nur aus Versicherungsgründen sondern auch völkerrechtlich dürften wir in A. also garnicht „angreifen“.

    Gegen was die Regierung doch so alles verstößt!
    Aber Frau Merkel nimmt ja nun an der Trauerfeier teil.
    Bringt Wählerstimmen in NRW …

  • 8. April 2010 um 14:54
    Permalink

    So einfach ist das gar nicht… Der interessierte Verfolger der Auslandseinsätze mag sich mal folgendes zu gemüte führen: Das Potsdamer Abkommen.

    Es ist deutschland nicht gestattet, angriffswaffen in das Ausland zu verbringen. Daher erklären sich auch, dass „nur“ Aufklärungstornados in Afghanistan zu finden sind. Des weiteren war es verboten, 4-Strahlige (Militär)-Flugzeuge zu entwickeln und zu bauen. Der A400M ist da ein Quantensprung im Bezug auf das Abkommen.
    Auch wenn die Politik, egal welcher Partei, es vielleicht sogar „besser“ machen will, Verträge aus der Vergangenheit machen es nicht einfacher die Problematiken zu lösen…
    Komisch nur, dass die Presse darüber kein Wort verliert…

    MfG

    Lars

  • 8. April 2010 um 13:02
    Permalink

    Also wenn Westerwelle so entfernt wird wie Merz bei der CDU und Sarrazin bei der SPD – dann ist er bald Bundesbankvorstand. 😀

  • 8. April 2010 um 10:54
    Permalink

    Und Westerwelle dafür in die Blogosphäre nehme ich an?

  • 8. April 2010 um 10:52
    Permalink

    So gefallen Sie mir, Herr Lausmann!

    Hohlmeier als Verteidigungsministerin – auch meinerseits denkbar!

    Wenn die FDP in NRW „rausfliegt“, könnte zudem die CSU den Posten des W.ministers für sich fordern.

    Und Brüderle könnte Westerwelle als Parteichef ablösen.
    Na ja – jetzt werd‘ ich wohl doch etwas zu irreal?

    Oder statt Hohlmeier: Frau Hoff?! Die FDP-Frau wohnt in „unserem“ Einzugsbereich, hat einige Berufserfahrung (z.B. Vizepräsidentin der Strukturdirektion), wurde beim Amt des Wehrbeauftragten nicht berücksichtigt – würde aber aus meiner Sicht „passen“.

    Also: Hoff für Guttenberg, Guttenberg für Brüderle – und Brüderle für Westerwelle.
    Aber nur wenn die FDP in NRW rausfliegt.
    Auf denn, lasst die FDP fliegen!!!

  • 8. April 2010 um 10:33
    Permalink

    Guten Morgen, dann backen wir uns mal einen Spekulatius zu Personaldiskussionen:

    a)Eine Frau, die den CSU-Posten erbt: Vielleicht Monika Hohlmeier? Traditionell hat die Familie ein intensives Verständnis für Rüstungsfragen.

    b)Ginge KT zu Wirtschaft, käme Verteidigung zur FDP. Und dann eine Frau? Da gäbe es nur zwei Möglichkeiten – Hoff oder Homburger.

    Aber wie gesagt: Alles nur Spekulatius.

  • 8. April 2010 um 09:35
    Permalink

    Guttenberg – soll wieder Wirtschaftsminister werden!
    Das habe ich die letzten Tage fast überall gehört.

    Als V.m. hat er echt Fehler gemacht.
    Und als W.m. ist er echt besser als Brüderle.

    Aber wohin mit Brüderle?

    Und wer soll neuer V.m.- werden?
    Vielleicht mal ‚ne Frau. Die können Scherben besser beseitigen … 😀

  • 8. April 2010 um 06:50
    Permalink

    Genau – Kirgistan!

    Was wäre wenn in Pakistan das Volk (die Muslime) die Regierung stürzen würde?!

    Vielleicht hat ja einer der vielen Blogger hier heute etwas Zeit zum Thema mehr zu schreiben. Ich will da mit meinem Halbwissen nicht vorpreschen. 😀

  • 7. April 2010 um 20:34
    Permalink

    Kurze Rückmeldung @Dieter:
    In den Einsatz werden keine Wehrpflichtigen geschickt, sondern nur Berufs- und Zeitsoldaten. Die Ausbildung auf die Einsätze dauert einige Monate (bis zu einem Jahr). Insofern hat die verkürzte Wehrzeit mit den Einsätzen wenig zu tun. Vielmehr kommt es zu einer Spaltung in eine Einsatzarmee und den Bereich der kurzzeitig dienenden Wehrpflichtigen, die allein in Deutschland Unterstützungsaufgaben übernehmen werden. (Sorry, mehr geht gerade nicht. Wir aktualisieren die Zeitung ständig wegen Kirgistan)

  • 7. April 2010 um 20:29
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    Hallo zusammen –
    unsere Soldaten dort unten sind doch wohl (hoffentlich) Berufssoldaten oder zumindest solche die sich mehrere Jahre verpflichtet haben. Liege ich da falsch? Die sind doch je nach Truppenart ausgebildet. Der Kommentar von gestern, sie hätten nie gelernt aufzusitzen / abzusitzen ??? Gehört zu einer Ausbildung nicht mehr?
    Wie soll das dann bei einer weiteren Verkürzung der Wehrpflicht werden? Das reicht doch dann nur noch zum ordentlichen Grüßen, Strammstehen …. und so weiter.
    Im falle eines Krieges also mehr Kanonenfutter als eine wirkliche Verteidigung.
    Es ist wie im realen Leben, früher waren es Facharbeiter (gelernte), heute reichen angelernte. Bei der Industrie erhöht es den Profit, im C+C Markt ebenso.
    Nur im Krieg (und auch Stabilisierungseinsatz) kostet es das Leben. Ein Politiker wird das erst begreifen, wenn er dort unten realen Dienst schieben müsste – und nicht geschützt und behütet für ein paar Stunden einfliegt.

  • 7. April 2010 um 19:29
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    Schöne, verständliche Argumente.

    Aber sagen Sie die mal den verantwortlichen deutschen Politikern! Das was die nicht tun ist eher unverantwortlich?

  • 7. April 2010 um 16:33
    Permalink

    Laut Wikipedia setzt Frankreich seine Tiger Hubschrauber seit 2009 in Afghanistan ein. Sind die deutschen Tiger unzuverlässiger?
    Das Problem liegt wahrscheinlich woanders. Wie soll man einen Kampfhubschrauber mit 30mm Bordkanonen und Raketen gegen Gegner einsetzen die von Zivilisten nicht zu unterscheiden sind oder die sich eingraben?
    Wollen wir demnächst Videos von deutschen Hubschraubern sehen, wie das jetzt aufgetauchte amerikanische aus dem Irak?
    Ähnliches gilt für den Leopard Panzer. Auf was soll die 120mm Kanone schiessen?
    Es gibt in Afghanistan nunmal keinen offenen Konflikt in dem schwere gepanzerte Ziele bekämpft werden.
    Die Dingo, Marder und Fuchs Panzer (von den Wiesel Luftlandepanzern hört man gar nichts mehr, die sind wohl mittlerweile alle ausgefallen) reichen für den Einsatz eigentlich völlig aus. Nur müssten es wohl mehr sein (vor allem Dingos) und vor jedem Einsatz müsste eine intensive Aufklärung betrieben werden um Hinterhalte zu vermeiden.
    Völlige Sicherheit wird es aber bei diesem Partisanenkampf wohl nie geben. Während unsere Soldaten leicht als eine Fraktion zu erkennen sind, kann sich jeder Afghane in einen tödlichen Taliban verwandeln und jeder getötete Taliban sich als friedliebender Afghane entpuppen.

  • 7. April 2010 um 13:35
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    „dass der bestellte Hubschrauber “Tiger” im staubigen Gebirge Afghanistans nicht zuverlässig funktionieren könnte“

    Komisch, die Franzosen sind von ihren Tiger HAP, die seit Juli letzten Jahres in Afghanistan im Einsatz sind, scheinbar begeistert. Die harschen Bedingungen mit Temperaturen im Bereich -20 bis +40 Grad, die Höhe und der Staub beeinträchtigt die Maschinen – nach allem was offiziell bekannt ist – eher wenig. Speziell die am Kinn angebrachte 30mm Maschinenkanone soll ihren Zweck mehr als erfüllen. Von daher wäre es sowieso eher ein Trauerspiel, wenn der deutsche Tiger nach Afghanistan käme, der hat nämlich gar keine für die Luftunterstützung so wichtige Maschinenkanone…

  • 7. April 2010 um 13:07
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    Was hat eigentlich der letzte CDU-Verteidigungsminister (Jung) zwischen 2005 und 2009 in Sachen Truppenmaterial (Transporter, Dingo usw.) getan? Offenbar nix!

    Sollten wir unsere Jungs nicht erst in den „Krieg“ schicken, wenn das „Arbeitsmaterial“ finanziert und vorhanden ist?

    Oder sind uns unsere Jungs so egal???

    Tut mir Leid, dass das wieder so „bissig“ klingt – gerne habe ich Unrecht.

    Gruß Stefan

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